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Sicher unterwegs auf Berg- und Passstrassen

21/06/2022

  • Routen- und Fahrzeugcheck vor Fahrten in die Berge
  • Die wichtigsten Verkehrsregeln in den Bergen
  • Fahrverhalten auf kurvenreichen Bergstrassen

Ob mit dem Auto, Töff oder dem Velo – Fahrten über Schweizer Berg- und Passstrassen haben ihren ganz besonderen Reiz mit ihren pittoresken Aussichtspunkten. Und spätestens bei längeren Reisen, wie dem Sommerurlaub, gehört die Fahrt durch die Schweizer Berge und Täler dazu. Damit diese Berg- und Talfahrt sicher gelingt, gibt Continental Schweiz Tipps. 

Bergfahrten: Vorbereitung ist das A und O

Vor Fahrten in die Berge sollten unbedingt vorab die Wetterverhältnisse geprüft und die Verkehrsverhältnisse der Route gecheckt werden. Grundsätzlich ist aufgrund des enormen Verkehrsaufkommens an den Wochenenden von Passfahrten abzuraten. Beat Möschler, Pneuexperte von Continental Schweiz, erklärt: « Wichtig vor der Fahrt über Berg- und Passstrassen ist es, einen ausgiebigen Fahrzeugcheck zu machen, um Pannen und Unfälle zu vermeiden. Dazu gehört: Sind die Reifen intakt und mit dem richtigen Luftdruck befüllt? »

Vorfahrtsregelungen auf Berg- und Passstrassen

Velofahrer, Camper, Busse und Co. – auf Berg- und Passstrassen gehört das starke Verkehrsaufkommen zu den grössten Herausforderungen. Deshalb gilt es, neben den gängigen Verkehrsregeln, die wichtigsten Vorfahrtsregelungen der Schweizer Bergstrassen zu kennen. So hat beispielsweise der bergauffahrende Verkehr Vorrang vor bergabfahrendem Verkehr, ausser, wenn das bergauffahrende Fahrzeug näher an einer Ausweichstelle ist. Dasselbe gilt auf engen Strassen, dort muss das bergabfahrende Fahrzeug dem bergauffahrenden Fahrzeug Platz schaffen. Darüber hinaus haben schwere Fahrzeuge wie Lkw, Busse oder Fahrzeuge mit Anhänger sowohl bergauf als auch bergab Vorfahrt. Auf speziell gekennzeichneten Bergpoststrassen haben darüber hinaus Post- und Linienbusse grundsätzlich Vorrang und dürfen vor unübersichtlichen Kurven mit dem Dreiklanghorn auf ihr Vortrittsrecht ankündigen. Fährt man in ein anderes Land, gilt es, sich vorab über die dortigen Verkehrsregelungen zu erkundigen.

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Verhalten auf kurvenreichen Bergstrassen

Für sicheres Fahren auf kurvenreichen Berg- und Passstrassen, sollte man sowohl beim Bergauf- als auch beim Bergabfahren die Geschwindigkeit den vorherrschenden Gegebenheiten anpassen und gegebenenfalls reduzieren, einen niedrigen Gang wählen und eine Motordrehzahl mit optimalem Drehmoment halten (kann je nach Motorart und Übersetzung zwischen 2.000 und 4.000 Umdrehungen pro Minute liegen). Diese Fahrweise ist besonders beim Bergabfahren ratsam, da man so durch die Nutzung der Motorbremse verhindert, dass die Radbremsen durch ständiges Betätigen überhitzen. Bei einem Automatik-Getriebe kann auf manuelles Schalten umgestellt werden. « Zeigt das Display Warnmeldungen an, die den Motor, die Pneus oder die Bremsen betreffen oder ist ein unangenehmer Geruch in der Luft, sollte man sofort anhalten. Kurven sind zudem immer auf der korrekten Fahrspur, wenn möglich ohne das Übertreten der Mittellinie zu durchfahren. rät Beat Möschler. « Wenn man die gesamte Breite der eigenen Fahrspur optimal nutzt, kommt man besser um die Kurve und sieht zudem besser, was sich hinter der Kurve verbirgt. Beschleunigen sollte man erst dann, wenn die Reifen wieder auf der Mitte der eigenen Spur geradestehen. »


Was tun, wenn die Bremse versagt

Wenn man beim Fahren in den Bergen feststellt, dass die Bremsen versagen, sollte man schnell handeln. Beat Möschler rät in dieser Situation: « Wenn die Bremse nicht mehr wie gewohnt reagiert, bewahren Sie die Ruhe und betätigen Sie in kurzen Abständen mit hartem Druck die Bremse und halten Sie den Pedaldruck anschliessend. Die Handbremse sollte nur genutzt werden, wenn die Strasse nicht rutschig ist, da sonst der Verlust der Fahrzeugkontrolle droht. » Hilfreich kann es auch sein, in den ersten oder zweiten Gang zu schalten, um die Motorbremse für die Fahrzeugverzögerung maximal zu nutzen. Wenn auch das nicht mehr hilft, kann man auf einen Seitenweg ausweichen oder vorsichtig entlang einer Felswand mit dem Fahrzeugblech bremsen.

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Renata Wiederkehr

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